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Laboroptimierung

8. November 2017, 09.00 – 18.00 Uhr

Zielsetzung

Ziel dieses Kurses ist es, Möglichkeiten zu Optimierung der Organisation eines Labors und zur Reduktion der anfallenden Kosten aufzuzeigen. Angesprochen werden die Themen KVP und Ideenmanagement, sowohl für das Labor als auch das Labormanagement und die Optimierung von Strukturen und Prozessen im Labor. Weiterhin werden Möglichkeiten der Automatisierung vorgestellt und die Nutzen die sich aus der Optimierung der Materialspezifikationen und Prüfungsvorschriften ergeben. Ebenso moderne Ansätze zur Kosteneinsparung durch reduzierte Prüfung und reduzierte Probenahme bei gleichzeitig aufrechterhaltener GMP-Compliance.

Hintergrund

Der Druck, dem die pharmazeutische Industrie heute ausgesetzt ist, um Kosten zu reduzieren und um die Effizienz und Effektivität zu erhöhen, gilt in gleicher Weise für die analytischen Labors. Häufig ist das Warten auf die Ergebnisse der Qualitätskontrolle immer noch ein geschwindigkeitsbegrenzender Schritt im gesamten Produktionsprozess.

Viele moderne Werkzeuge wie LEAN, Six Sigma, KVP, etc. werden verstärkt eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit (auch) der analytischen Labore zu erhöhen.

Dem richtigen Erfassen und Bewerten der „Key Performance Indicators“ (KPIs) kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. Welche dieser Faktoren sind wirklich „key“, auf welche kann man verzichten?

Mit diesem Kurs lernen Führungskräfte und Mitarbeiter im Labor Werkzeuge für eine effektivere und effizientere Steuerung der Laboraktivitäten kennen.

Schwerpunktthemen dieses Seminars sind:

  • KVP und Ideenmanagement im Labor
  • Key Performance Indicators (KPIs)
  • Effizientes Managen von Materialspezifikationen / Vereinfachung von Testvorschriften
  • Case Study zur Laborautomatisierung
  • Reduzierte Probenahme und reduzierter Prüfumfang in der Wareneingangskontrolle von Wirk- und Hilfsstoffen
  • Bewertung von Investitionen zur Laboroptimierung mit Hilfe der Barwertmethode

Zielgruppe

Dieses Seminar wendet sich an Laborleiter und Labormitarbeiter in der pharmazeutischen Industrie, die in den Bereichen Wareneingangskontrolle, Fertigwarenkontrolle und in der analytischen Entwicklung tätig sind. Angesprochen sind ebenfalls Laborleiter im Bereich der pharmazeutischen Wirk- und Hilfsstoffherstellung und von Auftragslaboratorien. Auch für sachkundige Personen nach §14 AMG und für Leiter der Qualitätskontrolle sowie für Mitarbeiter aus dem Bereich QA werden die Inhalte von großem Interesse sein.

Programm

KVP und Ideenmanagement im Labor
Dr. Karl-Heinz Bauer, Boehringer Ingelheim Pharma

  • Definitionen & Begriffe:
    • Ideenmanagement
    • Betriebliches Vorschlagswesen
    • KVP und Kaizen
    • Innovation
  • Der Ideenprozess
  • KVP-Kennzahlen & KVP im Labor
  • Erfolgsfaktoren für einen dauerhaften KVP

Kennzahlen in Laboratorien der pharmazeutischen Qualitätskontrolle
Dr. Karl-Heinz Bauer, Boehringer Ingelheim Pharma

  • Definitionen & Begriffe:
    • Kennzahlen versus KPIs (Key Performance Indicators)
    • Die Balanced Scorecard (BSC)
    • Das „Magische Dreieck“
  • Beantwortung der Fragen
    • Wozu braucht man Kennzahlen?
    • Welche Kennzahlen sind die richtigen?
    • Was sind die Chancen und Grenzen von Kennzahlen?
  • Beispiele und Bewertung gängiger Laborkennzahlen
    • z.B. Fehlerrate, Termintreue, Verrechnungsgrad, Labor-Performance

Effizientes Managen von Materialspezifikationen / Vereinfachung von Testvorschriften
Philip Lienbacher, Shire

  • Harmonisierung von Materialspezifikationen innerhalb globaler Organisationen
  • Was sind die Herausforderungen und was müssen sie beachten?
  • Positive Auswirkung harmonisierter Spezifikationen
  • Vereinfachung von Testvorschriften und Prozessbeschreibungen
  • Schulung von „vereinfachten“ SOPs

Strategien für die Labor Automation: Herausforderungen bei der Implementierung
Dr Hiroshi Nakano, CSL Behring Recombinant Facility AG

  • Besondere Stärken der Automation:
    • Etablierung aller Prozesse in LIMS, SDMS etc.
    • Schnelle Auftragsabwicklung zur effektiven Handhabung der Komplexzität von Aufträgen
    • Rückverfolgbarkeit aller Resultate
    • Individuell automatisierte Berichte in 4 Sprachen inkl. entsprechendem Zahlen und Datumsformat

Reduzierte Prüfung / reduzierte Probenahme
Philip Lienbacher, Shire

  • Konzepte zur Testreduktion
  • Stichprobenpläne
  • Probenarten
    • Rohstoffproben
    • Environmental Monitoring Proben
    • Validierungsproben
  • Optimierung der Analysenkosten
  • Unterstützung durch das Management

Bewertung von Investitionen zur Laboroptimierung mit Hilfe der Barwertmethode
Dr. Karl-Heinz Bauer, Boehringer Ingelheim Pharma

  • Definitionen & Begriffe:
    • Barwert (Net-Present-Value) & Kapitalwert (Present-Value)
    • Abzinsung (Diskontierung) & Amortisationsdauer
  • Beantwortung der Fragen:
    • Ist eine Laboroptimierung wirklich rentabel?
    • Wann rentiert sich die Investition?
    • Wie kann ich verschiedene Laboroptimierungsprojekte miteinander vergleichen?
  • Anwendung der Barwert-Methode an praktischen Laborbeispielen
    • Interpretation der erhaltenen Ergebnisse und Kennzahlen
    • Durchführung einer optimierten Investitionsplanung anhand von praxisnahen Beispielen zur Laboroptimierung

Moderator

Dr. Karl-Heinz Bauer, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim

Referenten

Dr. Karl-Heinz Bauer, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim
Leiter Quality Unit Metered-Dose- & Dry Powder Inhalation Products in Ingelheim

Philip Lienbacher, Shire, Wien, Österreich
Globales Qualitätsmanagement

Dr Hiroshi Nakano, CSL Behring Recombinant Facility AG, Lengnau, Schweiz
Zuständig für die Erarbeitung und Einführung von vollständigen Laborautomationen in der Schweiz und Brasilien inklusive des kompletten Neuaufbau von Laboratorien.